Krise: Schulden sind nur Symptome, aber nicht Ursache - Diskussion

Häufig wird von Schuldenkrise gesprochen. Ist das die richtige Bezeichnung, wenn die Ursachen der Krise einen ganz anderen Ursprung haben? Wer und was ist verantwortlich?

 

 

Folgende  D i s k u s s i o n  entstand auf facebook aufgrund meines Blogs "Gesündigt so schwer, dass sogar Zentralbanken untreu werden (müssen) vom 1.9.2012  

 

 

Jörg Buschbeck

Stimmt, in Käufermärkten gilt prinzipiell bei wachsenden Schulden: die GUTHABENSÜNDER waren es...

  

Markus Ehrler

Ich denke, in Käufermärkten tönt es prinzipiell nur dann so, wenn die Märkte auf Manipulation beruhen und zur Fehlanreizen und -entwicklungen führen. Sind die Märkte nicht mit Interventionismus belegt, wirken die Markt-Anreize selbstregulierend heilend mit entsprechendem Drang zum Ausgleich(Verbesserung) - also eine permanente Bremse für weitere Fehlentwicklungen. In dieser Situation hätte dieses Argument keine Relevanz mehr, die Selbstkritik würde leben in diesem transparenten freiheitlichen Umfeld. Die einflussreichsten Schädlinge (weil aus höchter makroökonomischer Ebene und global wirkend) EUR und Yuan müssen deshalb jetzt dringend an der Wurzel behandelt werden. Alles andere auf makroökonomischer Ebene ist letztlich wirkungslose Symptombehandlung.

 

 

 

Jörg Buschbeck
sehe ich anders, ohne Interventionen gegen Marktvermachtungen zerstören sich Märkte selbst, man muss aber MARKTFÖRDERND intervenieren und nicht wie heute i.d.R. marktzerstörend.

Jedes Ding hat aber sein gesundes Maß, der Versuch seinen Markt
z.B. mit Alleinstellungsmerkmalen zu vermachten ist eine Antriebskraft des Fortschritts, das kann man nicht verteufeln, sondern braucht eben ein halbwegs gesundes Maß.

Und ja, wenn man den Krieg als Markterscheinung hinnimmt, löst er jedes Problem von selbst, dies halte ich aber nicht für akzeptabel und hat neben allem Leid auch noch gigantische wirtschaftliche Fehlallokationen
 
Markus Ehrler
"Man muss "MARKTFÖRDERND" intervenieren" Wen meinst Du damit? Politiker, die nicht am Puls der Marktgeschehens Verantwortung übernehmen? Oder wie gar die KP Chinas, die aus ihrer Sicht "markfördernd" täglich in ihre Währung Yuan eingegriffen hat und sich jetzt herausstellt, dass es mit den erzeugten weltweiten Ungleichgewichten nicht nur einen riesigen Bumerang für die Weltwirtschaft, sondern auch für China selber war. Oder die politische Willkür der EU mit der EUR-Einführung mit dem Ziel "marktfördernd" den innereuropäischen Währungsmarkt auszuschalten?  Die Folgen dieser Eingriffe kommen immer mehr ans Tageslicht.
Im Markt, wo Freiheit und Vielfalt herrschen darf, hat ein potenzieller Missbraucher keine Chance und verliert sofort seine Wettbewerbsfähigkeit. Fehlentwicklungen werden somit im Keime erstickt. Gigantische Fehlallokationen und Krieg sind das Ergebnis jahrelanger Fehlentwicklungen, die im Gegenteil keimen konnten - in Unfreiheit und Einfalt resp. Totalitarismus - von Politikern die aus egoistischen Macht-Motiven in die Märkte eingriffen und damit gar nicht im Interesse der unendlich vielseitigen Bedürfnissen der Marktteilnehmer handeln konnten, seien sie nun auf Angebots- oder Nachfrageseite. Dank total gegensätzlicher Interessen von Anbietern und Nachfragern entsteht nicht nur für beide Seiten das höchstmögliche Wohl beim Akt des Handels, sondern in dieser Entwicklung auch für die Gesamtheit einer Volkswirtschaft. Vom unendlich gewonnen gesunden Reichtum des Erfahrungsschatzes jedes Einzelnen und der Gemeinschaft ist hier nicht mal die Rede und die damit verbundene positiven Folgen.
Fortsetzung der Diskussion in nächster Buch-Edition

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